Zelt evakuiert - Niemand kam zu Schaden
Ludger Grothus in der WDR-Lokalzeit interviewt

Das Wichtigste vorweg: Es gab keine Personenschäden! Der Krönungsball am Abend des Vogelschießens war dramatisch verlaufen: Wegen orkanartiger Stürme und Gewitter musste das Festzelt gegen 21 Uhr geräumt werden. Kurze Zeit später knickten Streben des Zeltes ein, das Zelt brach ein. Der Sturm wehte die Pagodenzelte und die Seitenwände des Zeltes fort. Die Festgäste suchten zunächst in der Stadthalle und im Foyer der Volksbank Zuflucht. Im gesamten Stadtgebiet stürzten, wie auch in ganz NRW, zahlreiche Bäume um. Fürwahr ein stürmischer Auftakt der Regentschaft von Roland und Britta...
Nach der Orkannacht, die zum Abbruch des Krönungsballes und zum Zusammenbruch des Festzeltes führte, waren die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Das Festzelt wurde noch in der Nacht von Helfern vollkommen von allen zurückgelassenen Wertgegenständen geräumt. Dabei wurden jede Menge Taschen, Notenständer, Hüte, Schützenröcke und andere persönlich Dinge gesichert, die die Ballbesucher  bei ihrer überstürzten Flucht zurück ließen. "Alle Sachen wurden zunächst einmal auf dem Schießstand des Bataillons unter der Stadthalle eingelagert," teilte uns der Stv. Bataillonsvorsitzende Hermann Geldmann mit.
Kurzfristig wurde am Tag darauf ein Termin anberaumt, um die Gegenstände wieder an ihre Besitzer zurück zu gegeben.
Ebenfalls bereits am Dienstag Morgen begannen Mitarbeiter des Zeltwirtes, das demolierte Zelt abzubauen.
Der Bataillonsvorstand ließ die übliche Rundtour mit dem neuen Königspaar bei den abkränzenden Kompanien ausfallen.
Unser Bataillonsvorsitzender Ludger Grothus war Dienstag Abend im Dortmunder Studio der WDR-Lokalzeit zu Gast und berichtete, wie der Orkan das Festzelt in Bewegung versetzte, das Zelt evakuiert und spät in der Nacht noch die zurückgelassenen Gegenstände in Sicherheit gebracht wurden.
Auf die Frage von Moderatorin Karin Niemeyer, ob unser neuer König nun in die Geschichtsbücher des Schützenvereins komme, antwortete Ludger Grothus schmunzelnd: "Sie werden wohl als Sturmkönigspaar Roland I. und Britta I. in die Geschichte eingehen!"

Das erste Foto von unserem Schützenfestzelt in der Nacht direkt nach den orkanartigen Unwettern. Das Zelt wird seit dem frühen Dienstag Morgen von Mitarbeitern des Festwirtes abgebaut. - Foto: Heinz Budde

 

Rückblick: Unser Ticker aus der Nacht von Pfingstmontag auf Dienstag:

+++ Eilmeldung +++ Pfingstmontag, 21.50 Uhr +++ Unser Geschäftsführer Heinz Budde berichtet: Wegen orkanartigen Sturms Festzelt komplett geräumt +++ Besucher flüchteten in Stadthalle +++  Pagodenzelte vor Festzelt und Zelt- Seitenwände vom Sturm fortgerissen+++
 

Update 23.50 Uhr +++ Schützenzelt zusammengebrochen +++ Zeltträger zusammengeknickt +++  Bäume auf Bahnhof- und Hochstraße umgeknickt +++
Update 02.14 Uhr: Noch immer hört man Motorsägen im Oberdorf sowie Martinshorn in der Stadt und in den umliegenden Ortsteilen.
Update 02.19 Uhr: Dreimaliges Sirenensignal. Offenbar benötigt die Feuerwehr die Mithilfe der Freiwilligen Wehrmänner. Eine anstrengende Nacht für die Mitglieder der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr, von denen viele bereits tagsüber beim Schützenfest unter Extremtemperaturen aktiv waren.